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<title>Sarangi</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Sarangi</span></h1>
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<p><b>Sarangi</b> (von <a href="Persische_Sprache" title="Persische Sprache">persisch</a> <bdo dir="ltr"><bdi dir="rtl" lang="fa" class="arabic spanAr" style="unicode-bidi:isolate;font-size:120%;">سارنگى</bdi></bdo>, <a href="DIN_31635" title="DIN 31635">DMG</a> <i><span lang="fa-Latn" style="font-style:italic">Sārangī</span></i>, auch <bdo dir="ltr"><bdi dir="rtl" lang="fa" class="arabic spanAr" style="unicode-bidi:isolate;font-size:120%;">سارنجى</bdi></bdo>, <a href="DIN_31635" title="DIN 31635">DMG</a> <i><span lang="fa-Latn" style="font-style:italic">Sāranǧī</span></i>, ‚wie ein kleiner schwarzer Vogel‘)<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> ist das am weitesten verbreitete <a href="Streichinstrument" title="Streichinstrument">Streichinstrument</a> in Nord<a href="Indien" title="Indien">indien</a> und <a href="Pakistan" title="Pakistan">Pakistan</a>. Zur Gruppe der <i>sarangi</i> gehören Varianten, die in der Volksmusik und in der klassischen <a href="Indische_Musik" title="Indische Musik">indischen Musik</a> gespielt werden.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Bauform_und_Spielweise">Bauform und Spielweise</h2></div>
<p>Allgemeine Kennzeichen der Instrumentengruppe <i>sarangi</i> sind:
</p><p>Sie werden aus einem Holzblock geschnitten; der einteilige <a href="Resonanzk%C3%B6rper" title="Resonanzkörper">Resonanzkörper</a> ist mit einer Tierhaut überzogen, auf der sich der <a href="Steg_(Saiteninstrument)" title="Steg (Saiteninstrument)">Steg</a> befindet; der Hals hat keine <a href="Bund_(Saiteninstrument)" title="Bund (Saiteninstrument)">Bünde</a>; das Instrument wird in senkrechter Position gespielt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Klassische_Sarangi">Klassische Sarangi</h3></div>


<p>Die <i>sarangi</i> hat die Form eines Kastens mit etwa 62 bis 68 Zentimetern Länge, 15 Zentimetern Breite und einer Höhe von 11 Zentimetern. Bevorzugt wird indisches Mahagony (<i>Toona ciliata,</i> syn. <i>Cedrela toona,</i> in Indien: <i>Tun</i>)<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> oder <a href="Teakbaum" title="Teakbaum">Teakholz</a>. Der von der Deckseite ausgehöhlte Resonanzkörper (<i>pet</i>) ist in der Mitte leicht und etwas asymmetrisch tailliert, mit <a href="Pergament" title="Pergament">Pergament</a> aus Ziegenhaut bespannt und kaum breiter als das bundlose Griffbrett (<i>pathari</i>). Der breite Hals (<i>chati</i> oder <i>sina</i>) ist einschließlich des <a href="Wirbel_(Bauteil)" class="mw-redirect" title="Wirbel (Bauteil)">Wirbelkastens</a> von der Rückseite ausgehöhlt. Quer um den Korpus ist im unteren Bereich ein Lederstreifen (<i>tasma</i>) gelegt, auf dem der Steg (<i>ghurach, ghoraj</i>) aufgestellt ist. Der Steg ist aus Elfenbein (bei billigen Instrumenten aus Kunststoff) und hat die Form eines Elefanten. Die <i>sarangi</i> hat drei dicke Melodiesaiten aus Darm, gelegentlich noch eine <a href="Bordun" title="Bordun">Bordunsaite</a> aus Stahl und 30 bis 40 (meist 35) <a href="Resonanzsaite" title="Resonanzsaite">Resonanzsaiten</a> (<i>tarab</i>) aus Metall (Stahl, Kupfer oder Messing), die über ein Stück Leder an der Unterkante entlang der gesamten Breite des Griffbretts nach oben zu seitlichen Stellschrauben gelenkt werden. Die erste, dickste Melodiesaite auf der rechten Seite heißt <i>sur</i> oder <i>tip,</i> die mittlere <i>pancham</i> oder <i>dor</i> und die dritte Saite <i>kharaj.</i> Die drei Melodiesaiten werden meist auf c – G – C gestimmt, also Grundton – Quinte – Oktave. Eine andere Möglichkeit ist Grundton – Quarte – Oktave. Die Melodiesaiten laufen über den Steg, die Resonanzsaiten durch ein für jede Saite gebohrtes Loch im Steg. 11 dieser Saiten werden in zwei Gruppen bis über den Hauptwirbelkasten hinaus zu Stimmschrauben am oberen Ende geführt. Dies sind die wichtigsten Resonanzsaiten, sie werden auf die Haupttöne (<i>swaras</i>) des zu spielenden <a href="Raga" title="Raga">Ragas</a> gestimmt. Die anderen Resonanzsaiten sind ebenfalls in zwei Gruppen geteilt: 15 werden <a href="Chromatik" title="Chromatik">chromatisch</a> gestimmt, die übrigen 9 wiederum auf die Töne des Ragas. Beide Gruppen haben einen Tonumfang von etwas über einer Oktave.
</p><p>Der Musiker sitzt beim Spiel im Schneidersitz auf dem Boden und hält die <i>sarangi</i> senkrecht vor sich an die linke Schulter gelehnt. Das Instrument wird auf dem Boden oder im Schoß aufgestützt. Der etwa 70 Zentimeter lange Bogen (<i>gaj, gaz</i> oder <i>kamani</i>) aus indischem Palisanderholz (<a href="Dalbergien" title="Dalbergien">Dalbergia</a>, in Indien: <i>shesham</i>) ist leicht gekrümmt, mit einem dicken Bündel Pferdehaar bespannt und wird mit der rechten Hand gegriffen. Er muss nicht nachgespannt werden. Die Handfläche zeigt nach oben, Mittelfinger und Ringfinger werden zwischen Holzstab und Spannhaare gelegt. Derselbe Bogen wird auch für die drei anderen nordindischen Streichinstrumente <i><a href="Mayuri_vina" title="Mayuri vina">mayuri vina</a>, <a href="Dilruba" title="Dilruba">dilruba</a></i> und <i><a href="Esraj" title="Esraj">esraj</a></i> verwendet. Die Saiten werden nicht niedergedrückt, sondern von drei Fingern der linken Hand mit der Nageloberseite an der Hautkante seitlich berührt. Dazu müssen die Finger mit <a href="Talkum" class="mw-redirect" title="Talkum">Talkum</a> eingerieben werden. Diese Methode erlaubt es, <a href="Glissando" title="Glissando">Glissando</a> (<i>meend</i>)<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> zu spielen, wie es im klassischen <a href="Dhrupad" title="Dhrupad">Dhrupad</a>-Stil üblich ist, und ein starkes <a href="Vibrato" title="Vibrato">Vibrato</a> um eine Note (<i>gamak</i>)<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> zu erzeugen, was ein Merkmal des im 17. Jahrhundert entstandenen <a href="Khyal" title="Khyal">Khyal</a>-Stils ist. Der Daumen greift nicht in die Saiten. Je nach Lehrmeinung soll er beim Spiel am Hals festgedrückt werden oder zwecks besserer Beweglichkeit an diesem entlang gleiten.
</p><p>Die <i>sarangi</i> bietet, gerade mit der Möglichkeit, ein intensives <i>gamak</i> zu produzieren, enorme klangliche Variationsmöglichkeiten, ist aber schwierig zu spielen und verlangt eine hohe Konzentration beim Stimmen. Von allen Instrumenten soll der Klang der <i>sarangi</i> der menschlichen Stimme am nächsten kommen<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> – das Ideal für sämtliche <a href="Klassische_indische_Musik" title="Klassische indische Musik">klassische indische Musik</a>. Die <i>sarangi</i> hat einen weichen, aber dennoch scharfen und leicht näselnden Ton. Der Name setzt sich aus <i>sau</i> („hundert“) und <i>rang</i> („Farbe“) zusammen. Ihr werden hundert Klangfarben zugesprochen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Regionale_Sarangi-Varianten">Regionale Sarangi-Varianten</h3></div>

<p>In <a href="Nepal" title="Nepal">Nepal</a> ist das am weitesten verbreitete traditionelle Streichinstrument eine <i>sarangi.</i> Damit wird jedoch ein dreisaitiges, der <i><a href="Sarinda" title="Sarinda">sarinda</a></i> ähnliches Instrument bezeichnet, mit dem in der Volksmusik Geschichten erzählt werden. Die Gaine, eine Kaste von Bettelmusikern, begleiten mit der <i>sarangi</i> ihren Gesang. Die nepalesische <i>sarangi</i> ersetzte weitgehend die früher verwendete Zupflaute <i><a href="Arbajo" title="Arbajo">arbajo</a></i>. Grundsätzlich werden <i>sarangi</i> und <i>sarinda</i> als zwei unterschiedliche Instrumentengruppen betrachtet. Während der Korpus der <i>sarangi</i> einteilig und geschlossen ist, besitzen die <i>sarinda</i> einen, allen Formvarianten gemeinsamen, oberen, zu den Saiten hin offenen Teil des Resonanzkörpers.
</p><p>Etwas kleiner als die nepalesische <i>sarangi</i>, aber von derselben Bauform ist die <i>chikara</i>. Ihre drei Saiten werden auf den Grundton, die <a href="Quarte" title="Quarte">Quarte</a> und <a href="Quinte" title="Quinte">Quinte</a> gestimmt. Hinzu kommen üblicherweise fünf Resonanzsaiten, die auf Quinte, <a href="Sexte" title="Sexte">Sexte</a>, <a href="Septime" title="Septime">Septime</a>, Grundton und den zweiten Ton der höheren <a href="Oktave" title="Oktave">Oktave</a> gestimmt werden. Dergleichen Streichlauten spielen im <a href="Kathmandutal" title="Kathmandutal">Kathmandutal</a> Wandersänger und Bettler, die in der <a href="Newar" title="Newar">Newar</a>-Kastengesellschaft zu den Unreinen gehören. Einige halbprofessionelle Musiker arbeiten zugleich als Metzger und Gerber und siedeln am Dorfrand.<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>In <a href="Kaschmir" title="Kaschmir">Kaschmir</a> gibt es eine kleine <i>saran</i> oder <i>sarang</i> mit einem rechteckigen, eng taillierten Korpus, zwei Stahl-, zwei Darm- und acht, zehn oder 19 Resonanzsaiten.<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Sie ähnelt der kaschmirischen gezupften Laute <i>rabab.</i> Beide sind Teil eines <i>Chakari</i> (<i>Chakkari</i>) genannten Ensembles. Die <i>saran</i> ist mit 54 Zentimetern Länge kleiner als die modernen indischen <i>sarangi</i>.<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p><i>Dhadd sarangi</i> heißt die Streichlaute im <a href="Punjab" title="Punjab">Panjab</a> nach dem aus drei Musikern und Sängern bestehenden Dhadi-Ensemble, das zur Begleitung von <i>sarangi</i> und der kleinen Sanduhrtrommel <i><a href="Dhadd" title="Dhadd">dhadd</a></i> epische Volkslieder vorträgt. In der religiösen Musik der <a href="Sikhismus" title="Sikhismus">Sikhs</a> wird die Gruppe um einen Erzähler ergänzt, der von den Taten der als Märtyrer umgekommenen Helden berichtet.
</p>

<p>In <a href="Gujarat" title="Gujarat">Gujarat</a> war im 19. Jahrhundert eine altertümliche viersaitige <i>sarangi</i> in Gebrauch, die keine Resonanzsaiten hatte.<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die in derselben Region und in <a href="Rajasthan" title="Rajasthan">Rajasthan</a> im 19. Jahrhundert gespielte <i>Sindhi-Sarangi</i> besaß rund ein Dutzend Resonanzsaiten.<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Diese <i>Sindhi sarangi</i> ist heute ein etwas einfacheres Instrument und klingt blecherner, ähnelt aber der üblichen Konzert-Sarangi und wird in der Volksmusik Rajasthans von der Doppelfell-Fasstrommel <i><a href="Dholak" title="Dholak">dholak</a></i> begleitet. Die <i>Sindhi-sarangi</i> mit bis zu 25 Resonanzsaiten wird überwiegend von der Musikerkaste der Langas zusammen mit der <i>dholak</i> eingesetzt. Sie spielen auf Bestellung ihrer Gönner zu deren Familienfeiern und zu Dorffesten. Eine andere Musikerkaste, die teilweise über der Grenze in der pakistanischen Provinz <a href="Sindh" title="Sindh">Sindh</a> lebt sind die Manganiyars. Beide Gruppen sind Muslime. Musikalisch unterscheiden sie sich, da die Manganiyars anstelle der <i>sarangi</i> das Streichinstrument <i><a href="Kamaica" title="Kamaica">kamaica</a></i> (<i>kamaicha</i>) mit einem kreisförmigen, breiten Korpus verwenden, der an der Oberseite vollständig mit Pergament überzogen (und mit der <i><a href="Kamantsche" title="Kamantsche">kamantsche</a></i> sprachverwandt) ist.<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>In <a href="Adivasi" title="Adivasi">Adivasi</a>-Regionen von Rajasthan und <a href="Madhya_Pradesh" title="Madhya Pradesh">Madhya Pradesh</a> gibt es verschiedene, zu den <i>sarangi</i> zählende Streichinstrumente, die wie im Nepal <i>chikara</i> genannt werden. Eine <i>chikara</i> hat zwei Melodiesaiten, aus Bronze und Stahl, und sieben Resonanzsaiten. Der Korpus sieht aus wie eine umgedrehte <i>sarinda</i>. Höher entwickelte <i>chikaras</i>, die einer modernen <i>sarangi</i> ähnlicher sehen, heißen wie in <a href="Uttar_Pradesh" title="Uttar Pradesh">Uttar Pradesh</a> zuweilen <i>kingra.</i> Umherziehende Yogis (<i>Kingiriyas</i>) begleiten damit ihre religiösen Lieder.<sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Eine einfachere, nicht zu den <i>sarangi</i> zählende, jedoch weit verbreitete Gruppe von Streichinstrumenten bilden die ein- bis dreisaitigen Spießlauten, deren Korpus meist aus einer Kokosnusshalbschale besteht. Hierzu gehören die zweisaitige <i><a href="Ravanahattha" title="Ravanahattha">ravanahattha</a></i> in <a href="Gujarat" title="Gujarat">Gujarat</a> und <a href="Rajasthan" title="Rajasthan">Rajasthan</a> mit einem Dutzend Resonanzsaiten, die dreisaitige Schalenspießlaute <i><a href="Bana_(Lauteninstrument)" title="Bana (Lauteninstrument)">bana</a></i> in Madhya Pradesh, die als <i>kingri</i> in <a href="Andhra_Pradesh" title="Andhra Pradesh">Andhra Pradesh</a> bekannt ist, die einsaitige <i><a href="Banam" title="Banam">banam</a></i> in Zentralindien und die einsaitige <i><a href="Pena_(Lauteninstrument)" title="Pena (Lauteninstrument)">pena</a></i> im nordostindischen Bundesstaat <a href="Manipur" title="Manipur">Manipur</a>.
</p><p>Es gibt regional weitere Instrumentenarten der <i>sarangi</i> in der Volksmusik, auch die klassische <i>sarangi</i> ist nicht standardisiert. Qualitativ hochwertige Instrumente lassen für Kenner die Meisterwerkstatt erkennen. Als Zentrum der Sarangi-Herstellung gilt <a href="Meerut" title="Meerut">Meerut</a> in Uttar Pradesh. Die von heutigen Musikern am meisten geschätzten Instrumente wurden in der Werkstatt von Abdul Aziz Behra († um 1945) gebaut.<sup id="cite_ref-16" class="reference"><a href="#cite_note-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Herkunft">Herkunft</h2></div>
<p>Neben einer mythologischen Herleitung der <i>sarangi</i> und einem vermuteten Ursprung bei der altgriechischen <a href="Leier_(Zupfinstrument)" title="Leier (Zupfinstrument)">Leier</a> wurde auch eine Entstehung in jüngerer Zeit vorgeschlagen. Demnach käme Miyan Sarang (Niamat Khan) ein Hofmusiker des Mogulkaisers <a href="Muhammad_Shah" title="Muhammad Shah">Muhammed Shah Rangila</a> (1702–1748) als Erfinder des Instruments in Frage. Niamat Khan (<i>Niamat</i> bedeutet „Himmel“) war ein verehrter Sänger des <a href="Dhrupad" title="Dhrupad">Dhrupad</a>, Khyal und Tarana-Gesangsstils.
</p><p>Der Begriff <i>sārang</i> wird in <a href="Afghanistan" title="Afghanistan">Afghanistan</a> sowohl für die <i>sarangi</i> als auch für die in der Volksmusik gespielte Streichlaute <i><a href="Sarinda" title="Sarinda">sarinda</a></i> aus dem <a href="Chorasan" title="Chorasan">persisch-zentralasiatischen</a> Raum verwendet.<sup id="cite_ref-17" class="reference"><a href="#cite_note-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Vorläufer der <i>sarangi</i> dürften in dieser Region entstanden sein. Die Entwicklung zum heute gebräuchlichen Instrument geschah in Indien. Eine Herleitung des Namens von der <i>saranga <a href="Vina" title="Vina">vina</a>,</i> die in alten <a href="Sanskrit" title="Sanskrit">Sanskrit</a>-Texten zur indischen Musik (wie Narada: <i>Sangita Makaranda,</i> 11. Jahrhundert) erwähnt wird, gilt als wahrscheinlich.<sup id="cite_ref-18" class="reference"><a href="#cite_note-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Seit dem 11. Jahrhundert werden (vermutlich) Streichinstrumente in religiösen Texten erwähnt. Der <a href="Jainismus" title="Jainismus">Jaina</a>-Autor Jineshvarasuri erwähnte im <i>Kathakoshaprakarana</i> 1052 erstmals einen Vorläufer der <i>sarangi</i> als Begleitinstrument für den Gesang, ebenso ein anderer Jain im Jahr 1145. Anscheinend dienten sie in deren religiösen Liedern vom 10. bis zum 12. Jahrhundert und in Volksliedern als Begleitung. Unklar bleibt, ob dies Vorfahren des heutigen Instruments waren. Ein <i>sarangi</i> genanntes und definitiv mit dem Bogen gestrichenes Instrument wurde erstmals zur Zeit <a href="Akbar_I." class="mw-redirect" title="Akbar I.">Akbars</a> um 1588 beschrieben. Abu’l Fazl erklärte in seinem Werk „A’in-i Akbari“, die <i>sarangi</i> sei kleiner als die <i>rabab</i> und würde wie die <i>ghichak</i> gespielt.<sup id="cite_ref-19" class="reference"><a href="#cite_note-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Es könnte sich um eine Spießgeige gehandelt haben. Ein solches Instrument ohne Resonanzsaiten, das wie ein Vorläufer der heutigen <i>sarangi</i> aussieht, taucht in der Malerei erstmals Anfang des 17. Jahrhunderts auf. Die Abbildung zeigt einen linkshändigen, Sarangi-spielenden <a href="Sadhu" title="Sadhu">Hindu-Asketen</a>, der von der Trommel <i>dhol</i> begleitet wird. Auch bei anderen Miniaturen aus der <a href="Mogulreich" title="Mogulreich">Mogulzeit</a> wird der <i>sarangi</i>-Spieler im Umkreis heiliger Männer dargestellt. Resonanzsaiten dürften bereits vor dieser Zeit auf indischem Boden erfunden worden sein.<sup id="cite_ref-20" class="reference"><a href="#cite_note-20"><span class="cite-bracket">[</span>20<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Umherziehende Musikanten begannen ab dem 16. Jahrhundert, ihre religiösen Lieder auf einer einfachen <i>sarangi</i> zu begleiten. Sie wurden nicht geachtet, sondern bestenfalls toleriert. In den Städten konnten sie als Begleiter von Sängern Geld verdienen. Ihr sozialer Rang war deutlich unter den klassisch ausgebildeten Musikern <i>(Binakaras),</i> die Dhrupad auf der <i>rudra vina</i> (auch <i>bin</i>) spielten oder den von Afghanistan eingewanderten <i><a href="Rubab" title="Rubab">rubab</a>-</i>Spielern, den <i>Rababiya,</i> von denen einige hochgeachtet waren, da sie ihren Stammbaum auf den berühmtesten indischen Musiker <a href="Tansen_(Musiker)" title="Tansen (Musiker)">Tansen</a> (1506–1589) zurückführen konnten. Sarangi-Spieler stammten meist aus den niederen <a href="Varna_(Kaste)" title="Varna (Kaste)">Kasten</a>. Europäische Reisende beschreiben persische und indische edle Tanzmädchen (<i>Kanchanis</i>) an den Mogulhöfen, die hohe Wertschätzung genossen. Nur der eher asketische <a href="Aurangzeb" title="Aurangzeb">Aurangzeb</a> versuchte – vergeblich – Tanz- und Musikveranstaltungen zu verbannen.<sup id="cite_ref-21" class="reference"><a href="#cite_note-21"><span class="cite-bracket">[</span>21<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Vom 18. bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts war die Blütezeit der <i>sarangi</i>. Für die populären Mädchentänze (<i>Nautch</i>) werden für Südindien als Begleitung zwei <i>sarangi</i>, eine <i><a href="Mridangam" title="Mridangam">mridangam</a>,</i> eine <i><a href="Shrutibox" title="Shrutibox">shrutibox</a></i> und ein Paar Hand<a href="Zimbel" title="Zimbel">zimbeln</a> <i>(jalra)</i> beschrieben. Die europäische Geige ersetzte zuerst in Südindien das einheimische Streichinstrument.
</p><p>Während die gezupfte <i>rubab</i> in den 1860er Jahren als Soloinstrument der klassischen Musik zur <i><a href="Sarod" title="Sarod">sarod</a></i> weiterentwickelt wurde, geriet die <i>sarangi</i> in den Ruf, ausschließlich ein Musikinstrument für Tanzaufführungen auf Unterhaltungsniveau <i>(Mehfil)</i> zu sein. In den Palästen lokaler Herrscher (<i><a href="Nawab" title="Nawab">Nawab</a></i>) und deren städtischen Herrschaftshäusern (<i>Haveli</i>) war die Musik sekundär, die zur Begleitung von Tanzmädchen (<i>Tawaif</i>) gespielt wurde, die zugleich Prostituierte waren.
</p><p>Obwohl einige dieser <a href="M%C3%A4tresse" title="Mätresse">Kurtisanen</a> recht mächtig waren, genossen sie und damit auch ihre Begleiter auf der <i><a href="Tabla" title="Tabla">tabla</a></i> und der <i>sarangi</i> keinen Respekt. Gewöhnlich waren die Musiklehrer der Kurtisanen <i>sarangi</i>-Spieler. Musiker, die Kurtisanen unterrichteten, hatten indirekten Einfluss auf ihre Gönner, daher war es von Vorteil, eine beliebte Kurtisane zu unterrichten. Der soziale Abstand zwischen dieser Welt des Khyal-Stils und den angesehenen Dhrupad-Musikern verringerte sich, als auch Dhrupad-Sänger begannen, um ihren Lebensunterhalt zu verbessern, Kurtisanen zu unterrichten. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts genoss die gesamte indische Musik wenig Ansehen.<sup id="cite_ref-22" class="reference"><a href="#cite_note-22"><span class="cite-bracket">[</span>22<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>In einer Periode zunehmender Dekadenz war es vermutlich dem Einfluss christlicher Kolonialherren oder puritanischer Hindureformer wie den <a href="Arya_Samaj" title="Arya Samaj">Arya Samaj</a> zu verdanken, dass gegen Ende des 19. Jahrhunderts der Beruf der Kurtisanen verschwand und damit die Sarangi-Spieler arbeitslos wurden.
</p><p>Eine Fotografie der 1870er Jahre zeigt eine Gruppe Tanzmädchen zusammen mit vier <i>sarangi</i>- und drei <i>tabla</i>-Spielern. Laut der Bildbeschreibung von <a href="Curt_Sachs" title="Curt Sachs">Curt Sachs</a> 1915 hatte eine der <i>sarangi</i> 39 Resonanzsaiten.<sup id="cite_ref-23" class="reference"><a href="#cite_note-23"><span class="cite-bracket">[</span>23<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die heutige Form der <i>sarangi</i> stammt aus der Mitte des 19. Jahrhunderts und wurde wahrscheinlich in Delhi entwickelt. Zu dieser Zeit wurde in Indien das <a href="Harmonium" title="Harmonium">Harmonium</a> eingeführt – eine Erfindung des Franzosen <a href="Alexandre-Fran%C3%A7ois_Debain" title="Alexandre-François Debain">Alexandre-François Debain</a> im Jahr 1840, das sich nach seiner Anpassung an die indischen Bedürfnisse um die Jahrhundertwende den ersten Rang als Begleitinstrument für Sänger eroberte und die schwer spielbare Sarangi verdrängte. Das Harmonium ist schnell verfügbar, da es nicht gestimmt zu werden braucht. Für klassische indische Musiker überwiegen die Nachteile gegenüber der <i>sarangi</i>. Die unverzichtbaren Mikrotöne (<i><a href="Shruti_(Musik)" title="Shruti (Musik)">shrutis</a></i>) und Glissandi (<i>meend</i>) sind nicht spielbar, weshalb die Diskussion um den mit der Einführung des Harmoniums einhergehenden Qualitätsverlust der Musik bis heute anhält.<sup id="cite_ref-24" class="reference"><a href="#cite_note-24"><span class="cite-bracket">[</span>24<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>In die klassische Musik, besonders in Südindien, wurde außerdem die europäische <a href="Violine" title="Violine">Violine</a> übernommen, die spätestens um 1800 ins Land gekommen war. In vielen Musikerfamilien wurde das <i>sarangi</i>-Spiel nicht mehr weitervermittelt. Nach 1950 hörten die meisten <i>sarangi</i>-Spieler auf, ihre Söhne auf diesem Instrument zu unterrichten. Musiker, die Anfang des 20. Jahrhunderts als <i>sarangi</i>-Spieler begonnen hatten, setzten ihre Laufbahn als Sänger fort. Dies wurde ihnen erleichtert, da beim Erlernen jedes Melodieinstruments eine Gesangsausbildung am Anfang steht. Einige der einflussreichsten Sänger waren diesen Weg der „Modernisierung“ gegangen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Sarangi-Gharanas">Sarangi-Gharanas</h3></div>
<p><a href="Gharana" title="Gharana">Gharanas</a> (<i>Gharana</i> ist eine Meisterschule einer bestimmten musikalischen Tradition), die für die Tradition des Sarangi-Spiels standen und bis heute damit in Verbindung gebracht werden, sind:
</p>
<ul><li>die <i>Kirana Gharana,</i> deren Ursprung beim Ort <a href="Kurukshetra" title="Kurukshetra">Kurukshetra</a> in <a href="Haryana" title="Haryana">Haryana</a> liegt und die besonders in <a href="Karnataka" title="Karnataka">Karnataka</a> verbreitet ist,</li>
<li>die <i>Patiala Gharana</i> aus der <a href="Patiala_(Stadt)" class="mw-redirect" title="Patiala (Stadt)">gleichnamigen Stadt</a> im <a href="Punjab" title="Punjab">Punjab</a>,</li>
<li>die von dem Sänger <a href="Amir_Khan_(Musiker)" title="Amir Khan (Musiker)">Amir Khan</a> (1912–1974) gegründete <i><a href="Indore" title="Indore">Indore</a>-Gharana,</i> die bevorzugt den leichten <a href="Thumri" title="Thumri">Thumri</a>-Stil pflegt</li>
<li>und die alte Gharana von Hofmusikern aus Delhi.</li></ul>
<p>Unter den Vorfahren von <a href="Abdul_Karim_Khan" title="Abdul Karim Khan">Abdul Karim Khan</a> (1872–1937), einem der am meisten verehrten indischen Musiker, und von Abdul Wahid Khan (1871–1949) – beide Sänger gründeten die <i>Kirana Gharana</i> – gab es mehrere <i>sarangi</i>-Spieler. Obwohl die <i>Kirana Gharana</i> als <i>sarangi</i>-Gharana angesehen wurde, erklärten ihre Musiker im 19. Jahrhundert dennoch, Dhrupad-Sänger und <a href="Vina" title="Vina">vina</a>-Spieler (<i>Binakaras</i>) zu sein. Andersherum hatte der <i>Binakara</i> Bande Ali Khan (1826–1890), der als größter <i>rudra-vina</i>-Spieler des 19. Jahrhunderts gilt, drei <i>sarangi</i>-Spieler – Haider Khan, Murad Khan und Nanhe Khan – als Söhne. <i>Sarangi</i>-Spieler führen ihre Abstammungskette zwecks sozialem Prestige auf ihn zurück.
</p><p>Allgemein übte die <i>sarangi</i> einen großen Einfluss auf den Gesangsstil und die Kombination bestimmter Tonfolgen (<i>tanas</i>) aus. Auch <a href="Amir_Khan_(Musiker)" title="Amir Khan (Musiker)">Amir Khan</a> (1912–1974), einer der einflussreichsten Sänger des 20. Jahrhunderts in der nordindischen Musik, orientierte seinen Einsatz von <i>tanas</i> an der Sarangi-Spielweise. Er führte einen extra langsamen Khyal-Gesangsstil <i>(ati-vilambit laya)</i> ein. Die <i>sarangi</i> bleibt vor allem mit dem Thumri-Stil verbunden.<sup id="cite_ref-25" class="reference"><a href="#cite_note-25"><span class="cite-bracket">[</span>25<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Ein weiterer Sänger und ehemaliger <i>sarangi</i>-Spieler war <a href="Bade_Ghulam_Ali_Khan" title="Bade Ghulam Ali Khan">Bade Ghulam Ali Khan</a> (1901–1968).
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Sarangi-Meister_im_20._Jahrhundert">Sarangi-Meister im 20. Jahrhundert</h3></div>
<p>Während die <i>sarinda</i> ein Volksmusikinstrument geblieben ist, konnte sich durch den Widerstand einiger Musiker gegen den Trend die Sarangi Anfang des 20. Jahrhunderts in bescheidenem Maß auch als Soloinstrument in der nordindischen Klassik etablieren. Das Verschwinden der <i>sarangi</i> auf breiter Front wurde dadurch nicht verhindert. In den 1970er Jahren gab es nur eine Handvoll Musiker, die eine Karriere als Solo-Musiker erstrebten.<sup id="cite_ref-26" class="reference"><a href="#cite_note-26"><span class="cite-bracket">[</span>26<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<ul><li>In der Kleinstadt Jhajjar bei <a href="Delhi" title="Delhi">Delhi</a> hat sich in mehreren Musikerfamilien das <i>sarangi</i>-Spiel erhalten. Die bekanntesten <i>sarangi</i>-Spieler dieser ungebrochenen Tradition waren Azim Bakhsh und Abdul Majid Khan.<sup id="cite_ref-27" class="reference"><a href="#cite_note-27"><span class="cite-bracket">[</span>27<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In Delhi waren Ashiq Hussain aus <a href="Panipat" title="Panipat">Panipat</a>, Bade Ghulam Sabir Khan († 1962) aus <a href="Ambala" title="Ambala">Ambala</a> und Shakur Khan (1905–1975) aus Kirana führend.</li></ul>
<ul><li>Vom <i>sarangi</i>-Spieler Mamman Khan (um 1859–1940) aus der Delhi-Gharana ging die Familientradition auf seinen Neffen Bundu Khan (1880–1955) über. Dieser war Hofmusiker in <a href="Indore_(Staat)" title="Indore (Staat)">Indore</a> und musste nach der <a href="Teilung_Indiens" title="Teilung Indiens">Teilung des Landes</a> 1948 nach <a href="Pakistan" title="Pakistan">Pakistan</a> emigrieren. Er machte die <i>sarangi</i> zum klassischen Solo-Instrument.<sup id="cite_ref-28" class="reference"><a href="#cite_note-28"><span class="cite-bracket">[</span>28<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Bundu Khan genoss als erster, in ganz Nordindien bekannter <i>sarangi</i>-Spieler großes Ansehen. Beide traten 1918 bei der prestigeträchtigen zweiten <i>All India Music Conference</i> in Delhi auf. Alle vier Söhne von Mamman Khan wurden jedoch Sänger.</li></ul>
<ul><li>In der <a href="Varanasi" title="Varanasi">Benares</a>-Gharana wurde die Tradition von Gopal Mishra (1920–1977) weitergetragen. Zu dieser Schule gehört auch sein älterer Bruder Hanuman Prasad Mishra (1913–1999). In Varanasi gab es einige bekannte Vertreter des Thumri-Stils.</li></ul>
<ul><li>Als bedeutendster <i>sarangi</i>-Meister des 20. Jahrhunderts gilt <a href="Ram_Narayan" title="Ram Narayan">Ram Narayan</a> (1927–2024) aus <a href="Udaipur" title="Udaipur">Udaipur</a>. Es gelang ihm, aus der Rolle eines Gesangsbegleiters bei <a href="All_India_Radio" title="All India Radio">All India Radio</a> herauszutreten. Mitte der 1950er Jahre begann er mit Solo-Konzerten. Ab den 1960er Jahren wurde er durch Tourneen in den Vereinigten Staaten und in Europa zum führenden Sarangi-Spieler. Einer seiner Schüler, der in seine Fußstapfen trat, ist <a href="Sultan_Khan_(Musiker)" title="Sultan Khan (Musiker)">Sultan Khan</a>.</li></ul>
<p>Bis in die 1970er Jahre wurde die <i>sarangi</i> auch in der Khyal- und <a href="Ghasel" title="Ghasel">Ghazal</a>-Musik <a href="Kabul" title="Kabul">Kabuls</a> verwendet. So spielte in der Band eines führenden <a href="Paschtunen" title="Paschtunen">paschtunischen</a> Sängers, <a href="Amir_Mohammad" title="Amir Mohammad">Amir Mohammad</a>, neben <i>rubab, <a href="Dotar" title="Dotar"> dutār</a></i> und <i>tabla</i> zur Anreicherung des indischen Klangs eine <i>dilruba</i> oder <i>sarangi.</i>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li>Joep Bor: <i>The Voice of the Sarangi. An illustrated history of bowing in India.</i> National Centre for the Performing Arts, Quarterly Journal, Band 15 und 16, Nr. 3, 4 und 1, September–Dezember 1986, März 1987</li>
<li>Joep Bor, Neil Sorrell, Nicolas Magriel, Mireille Helffer: <i>Sarangi.</i> In: Laurence Libin (Hrsg.): <i>The Grove Dictionary of Musical Instruments.</i> Band 4. Oxford University Press, Oxford/New York 2014, S. 383–387</li>
<li><a href="Ludwig_Finscher" title="Ludwig Finscher">Ludwig Finscher</a> (Hrsg.): <i><a href="Die_Musik_in_Geschichte_und_Gegenwart" title="Die Musik in Geschichte und Gegenwart">Die Musik in Geschichte und Gegenwart</a>,</i> Sachteil 8, 1998, Sp. 1003–1009</li>
<li>Regula Burckhart Qureshi: <i>The Indian Sarangi: Sound of Affect, Site of Contest.</i> In: <i>Yearbook for Traditional Music,</i> Vol. 29, 1997, S. 1–38</li>
<li>Neil Sorrell: <i>Sāraṅgī.</i> In: <i>Grove Music Online,</i> 2001</li>
<li>Suhail Yusuf: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://digitalcollections.wesleyan.edu/objectir-2495"><i>The Impact of Globalization on Sarangi Players in 21st Century India.</i></a> (Masterarbeit) Wesleyan University, Middletown, Connecticut, Mai 2018</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Sarangis?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Sarangi</a></span></b>&nbsp;– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<ul><li>David Courtney: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://chandrakantha.com/music-and-dance/instrumental-music/indian-instruments/sarangi/"><i>Sarangi.</i></a> chandrakantha.com</li>
<li>Murad Ali: <style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261891140">
/* start https://de.wikipedia.org/ */


.mw-parser-output .webarchiv-memento a{color:inherit}


/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20071009191932/http://www.sarangisitar.com/muradali/about-sarangi.htm"><i>About Sarangi.</i></a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 9. Oktober 2007 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>) Homepage des Sarangi-Spielers</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://lbfvirtualmuseum.org/sarangi/"><i>Sarangi.</i></a> LBF Virtual Museum</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.sarangi.net/index.php?view=article&amp;id=3:about-the-sarangi&amp;catid=8"><i>The Sarangi.</i></a> www.sarangi.net</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20091225055159/http://www.india-instruments.de/pages/glossar/g-sarangi.html"><i>Kleines Glossar indischer Instumente: Sarangi.</i></a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 25. Dezember 2009 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>) India Instruments</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<div class="mw-references-wrap mw-references-columns"><ol class="references">
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</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Junker/Alavi: <i>Persisch-deutsches Wörterbuch</i>, Leipzig/Teheran 1970, S. 397.</span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20100702194217/http://www.surjeetsingh.org/"><i>Ustad Surjeet Singh.</i></a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 2. Juli 2010 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>) Homepage (bei Internet Archive)</span>
</li>
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<li id="cite_note-27"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-27">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20160304133035/http://musicbeckons.com/Music_Beckons/ustad.html"><i>Ustad Sajjad Hussain.</i></a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 4. März 2016 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>) Music Beckons</span>
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<li id="cite_note-28"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-28">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.indianetzone.com/27/ustad_bundu_khan_indian_classical_instrumentalist.htm"><i>Ustad Bundu Khan, Indian Classical Instrumentalist.</i> Indianet zone</a></span>
</li>
</ol></div>
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Normdaten&nbsp;(Sachbegriff): <a href="Gemeinsame_Normdatei" title="Gemeinsame Normdatei">GND</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://d-nb.info/gnd/4687290-5">4687290-5</a></span> </div>
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